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    <title>Menschenleer (ein Baum allein im Wald...)</title>
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    <description>ein Baum allein im Wald...</description>
    <dc:publisher>unter_menschen</dc:publisher>
    <dc:creator>unter_menschen</dc:creator>
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    <title>Menschenleer</title>
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  <item rdf:about="http://menschenleer.twoday.net/stories/4999811/">
    <title>Die Essenz des Reizvollen</title>
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    <description>Dank &lt;a href=&quot;http://bandini.twoday.net/stories/4996063/&quot;&gt;einer kleinen Diskussion&lt;/a&gt; in Herrn Bandinis Blog habe ich jetzt wieder mal ein bisschen externe Einsicht in mich bekommen. Dass ich prinzipiell eher negativ rüberkomme, war mir nicht neu. Meine Tendenz, alles in Frage zu stellen und dabei mitunter auch in Ironie und Sarkasmus zu verfallen (ist bei obiger Diskussion nicht geschehen, was für meine Verhältnisse aber fast schon einen Ausnahmezustand darstellt), wird von meiner Umwelt generell als ein Zeichen der Oppositionshaltung zu allem und jedem angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt so nicht. Ich will nur alles und jedes möglichst dreidimensional betrachten. Wenn man mir aber etwas wirklich vorwerfen kann und muss, dann den Umstand, dass ich diese meine Intention wohl schlecht kommuniziere. Dass das der Fall ist, zeigt allein der Umstand, dass ich nun schon seit über einer Stunde an diesem Beitrag rumschreibe, mittlerweile bin ich glaube ich bei Version 3.0. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit sind wir aber auch schon zu dem Kern eines ganz anderen Problems vorgestoßen, eben jenem, um welches es in der obig genannten Diskussion ging. Dinge, die gemeinhin als erstrebenswert erachtet werden, reizen mich nicht. Warum? Warum betreibe ich keinen Sex um des Sexes Willen? Warum gehe ich nicht gerne einkaufen? Warum lese ich keine Bücher &quot;einfach mal so&quot;, sondern nur, wenn dem ganzen ein Thema übergeordnet wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke mal, es begann alles vor 10 Jahren, als ich - aus Gründen, die hier zu weit führten - völlig aus der Bahn geworfen wurde und danach ein neues Leben begann. Damals habe ich den Bezug zu vielen Dingen verloren, die vorher wichtig schienen. De facto habe ich zu fast allen Dingen den Bezug verloren, in dem Sinne, dass ich sie als essentiell oder lebensnotwendig empfände. Ich habe das Klammern verlernt, sowohl das Klammern an Besitz als auch an Beziehungen. Ich habe ohne es wirklich angestrebt zu haben den Ehrgeiz und die Gier verloren. Eingetauscht gegen ein Stück innere Freiheit, die mich gleichzeitig von meiner Umwelt trennte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will nicht mehr &lt;i&gt;haben&lt;/i&gt;. Ich will mich stattdessen bewegen. Das ist mein Antrieb. Mich weiterbewegen, entwickeln, lernen, wachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit meine ich nicht praktisches Wissen, das ich anzuhäufen suche, nein, das ist irrelevant. Ich meine seelisches Wachstum, verstehendes Lernen, begreifendes Sehen. Ich will erfassen, und zwar alles, ständig und ohne Unterbrechung. Nicht bewusst, aber wenn ich so in mich hineinschaue, dann muss ich erkennen, dass dies der einzige Antrieb ist, den ich überhaupt noch besitze. Alles andere ist dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fähigkeit, mich irgendwelcher Triebbefriedigung hinzugeben, ist mir zwar nicht abhanden gekommen, jedoch ist auch diese meinem übergeordneten Thema des Wachsen-wollens unterworfen. Mein Studium, das ich eben wieder begonnen habe, hat ganz ehrlich gesagt wenig Chancen, jemals abgeschlossen zu werden. Ich betreibe es nicht, um möglichst viel Wissen über irgendwelche längst verstaubten Kulturen anzusammeln, sondern weil mich - noch - die Herangehensweise dieser Disziplin an ihre Thematik &lt;i&gt;im Kern&lt;/i&gt; interessiert. Nicht die Techniken, nicht die Methoden. Sondern die Art und Weise, wie man als Archäologe sieht, zu begreifen sucht und beurteilt. Kurz und gut: die Denkweise des Geschichtsforschers. Ich habe mir auch schon wirtschaftliche sowie naturwissenschaftliche Bereiche angesehen und sie so lange ausgekostet, bis ich gemerkt habe, dass ich innerlich nicht mehr daran wachsen kann, sondern dass sie mich einzuengen beginnen. Dann bin ich geflohen.&lt;br /&gt;
Vielleicht voreilig. Vielleicht hätte ich ja nur eine gewisse Durststrecke zu überwinden gehabt, um dann neue Wachstumsmöglichkeiten zu finden. Aber dazu hätte es des Ehrgeizes bedurft, und den habe ich nicht mehr. Dazu müsste ich den Dingen höheren Sinn und Wichtigkeit verleihen, und das geht nicht, weil es dem widerspricht, was ich im Zuge meines Lebensumbruches erkannt habe. Denn es geht mir ja nicht um die Thematik oder die Disziplin als solche, sondern um das Erlernen einer anderen Sichtweise. Jede Perspektive hat indes auch ihre Schwachstellen und blinden Flecke, und wenn ich dort angelangt bin, weiß ich, dass ich den Standort wechseln muss, um die Dinge zu sehen, für die mein aktuelles Fachgebiet keine Wahrnehmung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch immer, das ist es, was mir - ich nenne es jetzt mal wertungsfrei, auch wenn es nicht so klingen mag - &lt;i&gt;einseitige&lt;/i&gt; Triebbefriedigung unmöglich macht. Dinge, an denen ich nicht wachsen, von denen ich nichts lernen kann, kann ich nicht begehren. Eine zwischenmenschliche Beziehung muss mir daher mehr bieten, als sich mit Händen fassen lässt. Ich kann soziale Kontakte sehr wohl genießen, aber nur, wenn ich dabei so tief eindringen kann, dass es eventuell weh tut, auch mir selbst. Endosektion zu betreiben, in den Kopf und den Bauch des Anderen hineinzukriechen und ihn bis in die dunkelsten Winkel zu durchleuchten und mich dabei im Spiegel zu betrachten. Das ist es, was mich reizt, wo ich mir gegenseitige Anziehung überhaupt noch vorstellen kann. Die Stimulation der Geschlechtsorgane ist dabei nicht ausgeschlossen, aber nicht die Essenz des Reizvollen.</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Gedanken&quot;&gt;Gedanken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-17T13:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://menschenleer.twoday.net/stories/4988945/">
    <title>Ich habe einen Fan</title>
    <link>http://menschenleer.twoday.net/stories/4988945/</link>
    <description>... und er ist wie in solchen Fällen üblich zu schüchtern oder zu verschreckt, um aktiv zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mich hier auch nicht wirklich stört, weil ich mit dem Manne nichts anzufangen weiß. Er ist ein lieber, normaler Kerl, ein bisschen wie Paul, und zu allem Überfluss auch noch Raucher. Nie wieder Raucher, tut mir leid. Aber wie gesagt, hier besteht keine Gefahr, denn ich habe - wie so oft - meine gefährliche Ausstrahlung unter Beweis gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es handelt sich bei dem Jüngling (ich hege den Verdacht, er ist jünger als ich) um einen Angestellten meines Steuerberaters. Ein Steuerberater-Azubi also. Was Normaleres und Braveres ist wohl kaum vorstellbar. Ja, und &lt;i&gt;wenn&lt;/i&gt; ich schon mal jemanden beeindrucke, dann ist es entweder ein Geisteskranker (siehe &lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/stories/4747727/&quot;&gt;Haustrottel&lt;/a&gt;), ein Raucher oder ein Milchbubi. Oder eine Mischung von alledem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist es wohl gar nicht so schlecht, dass ich die Aura einer Hornissenkönigin mit PMS mit mir rumzutragen scheine, von diesen Leuten will ich ohnehin nichts, aber ärgern tut es mich dennoch. Wieso haben so viele Männer Angst vor mir? Nicht, dass sie es je zugeben würden. Aber was halte ich davon, wenn mein Steuerberaterazubi mir berauschte Bewunderungsmails (bezüglich meiner Arbeit, was nicht wirklich angebracht ist, denn er kennt meine finanzielle Lage!) schreibt und sogar eine meiner Dienstleistungen in Anspruch nimmt, um dann grinsend wie ein Schmalzbrot vor mir zu stehen und keinen gescheiten Satz rauszubringen? Nein, davon halte ich wenig, das finde ich deprimierend. Denn sogar der Haustrottel bringt noch mehr Mut zur Konversation auf.&lt;br /&gt;
Klammheimlich vermute ich ja, dass ich sowieso ALLEN Männern Angst einflöße, bloß gibt es ein paar Randgruppen, die das als tolles Ereignis empfinden, während die übrigen gleich Reißaus nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwo in meinem sechsten Haus krebst Lilith herum. Mein Onkel, ein Astrologe, hat mir sowas mal bestätigt, dass also in einem astrologischen Bereich, der wohl für soziale Kontakte und Beziehungen steht, diese Lilith, Urmutter aller Dämonenweiber, ihr Unwesen treibe. Oder so. Kann sein, dass ich die Details durcheinanderbringe, ich merke mir das astrologische Zeugs so schlecht, aber wenn Lillith einer PMS-geschüttelten Hornissenkönigin gleicht, dann haben die Sterne wohl recht.</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Unter+Menschen&quot;&gt;Unter Menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-12T13:44:00Z</dc:date>
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    <title>Grauen</title>
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    <description>Kann sich noch jemand an die &lt;b&gt;Cabbage Patch Kids&lt;/b&gt; erinnern? Das sind jene deformierten Puppen, die aussehen, als würden sie gerade freudig an einem künstlichen Gebiss oder ihrer eigenen Zunge ersticken und die man &apos;adoptieren&apos; konnte (kein schlechter Marketinggag für Leute, denen man alles andrehen kann, sofern es nur blödsinnig genug ist).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte immer gedacht, das Design dieser Scheußlichkeiten entstamme einem abstrakt schaffenden Künstler oder einem Horrorfilmmaskenbildner. Bis heute. Da wurde ich eines Kindes gewahr, das absolut haargenau wie das glatzköpfige CPK unten in der Mitte aussah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;227&quot; alt=&quot;cabbage&quot; width=&quot;300&quot; align=&quot;center&quot; class=&quot;center&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/menschenleer/images/cabbage.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu meinem Glück saß ich in der Straßenbahn und das Mutantenkind außerhalb, so war ich schnell wieder von dem Anblick erlöst. &lt;br /&gt;
Aber da soll man sich noch wundern, wenn ich mich vor der Menschheit scheue?</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Unter+Menschen&quot;&gt;Unter Menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-26T18:55:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://menschenleer.twoday.net/stories/4925609/">
    <title>Studium II</title>
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    <description>Leider erweist sich das Studium in resozialisierender Hinsicht nicht unbedingt als Quell der Erbauung. Auch hier hat sich seit meinem Erstversuch nicht viel geändert, außer, dass ich älter geworden bin und nunmehr selbst als Alien durch die Lehrveranstaltungen schleiche. Früher war ich eins von diesen jungen, hirnlosen Dingern, die sich selbst für weltweise und alle anderen für Deppen halten. Zwar tue ich das heute immer noch, ich weiß jedoch, dass ich es &lt;i&gt;damals&lt;/i&gt; nicht war (weltweise nämlich). Ich war einfach nur unerfahren und überheblich. Und wenn ich in 10 Jahren an jetzt zurückdenken werde, werde ich vermutlich zur selben Erkenntnis gelangen.&lt;br /&gt;
Wie auch immer, ein bisschen Lebenserfahrung ist schon dazugekommen, die fehlt den Grünhörnern natürlich. Was zum einen befriedigt, zum anderen frustriert, denn von den Lehrbeauftragten wird man genauso behandelt wie das junge Gemüse. Um Respekt und Achtung seitens der Dozenten zu erlangen, sehe ich (leider) noch nicht betagt genug aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade in den Geschichtswissenschaften tummeln sich haufenweise Seniorstudenten, in einigen Fakultäten ist das so schlimm, dass eine Lehrveranstaltung eher einem geriatrischen Aufmarsch ähnelt. Die Klassische Archäologie schießt diesbezüglich den Vogel ab. Da saß ich in einer Vorlesung, bei welcher der Altersdurchschnitt der im Saale Anwesenden zwischen 60 und 65 lag, aber auch nur deshalb, weil 3 jugendliche Studentinnen sowie die cirka 35-jährige Vortragende den Mittelwert nach unten drückten. Unglaublich. Ich erwartete fast schon, dass irgendeinem Fossil die Herz-Lungen-Maschine mitten während der Vorlesung den Dienst versagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man verstehe mich nicht falsch. Auch die Vorkriegsgeneration hat ein Anrecht auf Bildung. Ich frage mich bloß, wieso diese Leutchen ausgerechnet Archäologie zu studieren beginnen. Die können doch im Leben keine Schaufel mehr heben, wenn sie schon Mühe haben, den Löffel mit der täglichen Medizin zum Mund zu führen. Aber gut, sie zahlen brav ihre Studiengebühren, und das ist das einzige, was Vater Staat interessiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mit meinen Mitte 30 bin unter den Studenten in der absoluten Minderzahl. In meinem Alter hat man sein Studium längst beendet und widmet sich entweder der akademischen Karriere oder aber der Aufzucht des Nachwuchses. Dementsprechend klein ist der Kreis an Gleichgesinnten, der sich für mich dort findet. Alle entweder zu jung oder zu vergreist. Die einen reden von Themen, denen ich längst entwachsen bin, den anderen fällt beim Reden das Gebiss aus dem Mund. &lt;br /&gt;
War das jetzt böse? Nein, denn das Altvolk an den Unis ist mitunter unerträglich. Sie halten sich nämlich für weltweise und alle, die jünger als sie selbst sind, für Deppen, und mit dieser Meinung halten sie noch nicht einmal hinter dem Berg. Impertinent!</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Unter+Menschen&quot;&gt;Unter Menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-14T11:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://menschenleer.twoday.net/stories/4922561/">
    <title>Studium I</title>
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    <description>Es ist ein Kreuz mit der Zeit. Oder vielleicht ist es auch ein Kreuz mit der mensch&lt;strike&gt;lichen&lt;/strike&gt;-enleeren (sprich: meiner) verdrehten Annahme, ein Studium plus Berufstätigkeit würde in mehr Freizeit resultieren. So konkret habe ich das zwar nicht angenommen, aber irgendwie war da schon die Vorstellung, ich würde täglich mit einem ganzen Arm voll Anekdötchen heimkehren und die dann genüsslich hier festhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat sich was. Weder gibt es Anekdötchen, noch hätte ich die Muße, diese abzutippen. Ein paar Skizzen schulde ich Frau twoblogs noch, aber die sind auch eher unspektakulär. Die Zeit, mich stundenlang in Kaffeehäusern mit der Beobachtung von &lt;strike&gt;Mutanten&lt;/strike&gt; Mitmenschen zu beschäftigen, fehlt mir ebenso, wie die Skizzen dann auch noch einzuscannen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielmehr machte ich im Zuge meines Studienzweitversuchs die Erfahrung, dass sich seit meinem Erstversuch nichts geändert hat. Erschreckenderweise absolut GAR nichts. Außer vielleicht, dass man in Bibliotheken jetzt bequem via Online-Datenbank anstelle von mühsamen Zettelkatalogen suchen kann. Korrigiere: könnte. Das kann man nur, wenn man das Richtige studiert, was ich logischerweise nicht tue. Dort, wo ich mir Weisheit zu finden erhoffe, wühlt man nach wie vor in zerschlissenen Karteikartenordnern, die genau so unvollständig sind wie die zugehörigen Bibliotheksbestände. Intelligenterweise sind diese nämlich ungesichert, und so kann dort jeder nach Lust und Laune klauen, wie ihm gerade der Sinn steht. Dass dies auch getan wird, liegt auf der Hand, und ergo gleichen sich unvollständige Zettelkataloge einerseits und lückenhafte Buchbestände andererseits in stiller Eintracht aus. Auch eine Form der Harmonie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige der Bibliotheken sind dennoch überraschend übersichtlich geordnet, man findet nahezu jedes Buch - sofern nicht entwendet - anhand der Signatur binnen Sekunden. Anders in einer speziellen Fachbibliothek, die zusätzlich zu Lücken im Verzeichnis und Bestand auch ein faszinierendes Paradebeispiel der Entropie darstellt. Die Logik, nach der dieses System aufgebaut ist, muss nach einem ähnlichen Prinzip wie die Quantenmechanik funktionieren. Oder die der verschränkten Teilchen. Schrödingers Katze hat sich in dieser Bibliothek vermaterialisiert, ich glaube, so richtig verstehen tut das System dort keiner, und ich habe den dumpfen Verdacht, dass man seine Doktorwürden nicht aufgrund wissenschaftlicher Leistung erhält, sondern weil man es irgendwie geschafft hat, ein ganz besonders schwierig zu findendes Buch aus den Tiefen dieser Quantenbibliothek rauszukramen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Bücher variiert. Anders als bei sogenannten &apos;sinnvollen&apos; Studien, welche sich notgedrungen immer am neuesten Wissensstand befinden müssen, ist mein Studium eins, wo etwa ein Drittel der empfohlenen Sekundärliteratur noch aus dem 19. Jahrhundert stammt (und auch die Bücher sind meist noch aus dieser Zeit, Neuauflagen gibt es kaum). Die Primärliteratur, so überhaupt vorhanden, ist noch ein paar Jahrtausende älter. Womit ich jetzt endlich den Schleier lüfte: es ist ein Geschichtsstudium. Und zwar ein solches, welches mir, sollte je der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass ich es abschließe, mich dazu berechtigt, mir einen Lederhut und eine Peitsche zuzulegen und mich dann actionreich durch sämtliche Grabungsstätten dieser Erde zu schwingen.</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Unter+Menschen&quot;&gt;Unter Menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-05-12T21:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://menschenleer.twoday.net/stories/4886809/">
    <title>Anziehend</title>
    <link>http://menschenleer.twoday.net/stories/4886809/</link>
    <description>&quot;Was ist es, das dich an einem Mann reizt?&quot; wollte Paul spontan von mir wissen. Ich war auf die Frage nicht vorbereitet und wusste im ersten Moment nicht, was ich darauf antworten sollte.&lt;br /&gt;
&quot;Du hast mir erzählt,&quot; gab er nicht auf, &quot;dass dich sein Aussehen nicht primär interessiert. Was ist es dann?&quot;&lt;br /&gt;
Schweigen.&lt;br /&gt;
&quot;Gut, dann erinnere dich an die letzten Männer zurück, die dich interessierten - oder vielleicht noch interessieren. Was reizt dich an ihnen?&quot;&lt;br /&gt;
Ich überlege. Mir fallen keine Männer in der Vergangenheit ein, es ist einfach zu lange her. Dafür fällt mir einer ein, an dem ich tatsächlich gegenwärtiges Interesse hätte.&lt;br /&gt;
&quot;Mein Steuerberater,&quot; sage ich, und jetzt schweigt Paul erstmal eine Weile. Verdattert, wie ich vermute. Er fängt sich aber rasch.&lt;br /&gt;
&quot;Gut... äh.... und was hat der, das andere nicht haben?&quot;&lt;br /&gt;
Gute Frage. Ich überlege wieder.&lt;br /&gt;
&quot;Nun ja, er hat einen trockenen, manchmal sogar recht frechen Humor. Ich vergesse nie, dass er mich bei unserem ersten Termin mal &lt;i&gt;die Sozialversicherungstante&lt;/i&gt; nannte, weil ich ihn zu Fragen meiner SV konsultiert hatte.&quot;&lt;br /&gt;
Pauls Interesse steigt, er fordert mich mit Blicken auf, weiter zu erzählen.&lt;br /&gt;
&quot;Außerdem finde ich es bemerkenswert, dass er, ehe er Steuerberater wurde, buddhistische Philosophie studiert hat.&quot;&lt;br /&gt;
Ich weiß, was Paul jetzt gleich fragen wird, dem komme ich zuvor.&lt;br /&gt;
&quot;Nein, ich habe ihn noch nicht gefragt, ob er mit mir ausgehen will. Und weil du jetzt gleich nach dem Warum fragen wirst: Zum einen, weil er mein Steuerberater ist und demzufolge weiß, wie es mit meiner finanziellen Lage bestellt ist. Ich kann es nicht beschwören, aber ich glaube, er ist ein bisschen paranoid, was Frauen betrifft, er meint, die wollten ihn nur des Geldes wegen. Vielleicht unterstelle ich ihm da ja etwas, aber... naja, ist halt so mein Eindruck. Außerdem...&quot;&lt;br /&gt;
Ich muss kurz nachdenken, weil mir der zweite Grund jetzt erst so richtig bewusst wird.&lt;br /&gt;
&quot;... außerdem hat er auch so etwas an sich, so eine gewisse Blasiertheit.... die ich vielleicht auch falsch interpretiere, aber das ist halt auch mein Eindruck, die geht mir jedes Mal schrecklich auf die Nerven. Und auch sein Humor ist nur dann gut, wenn er selbst einen Witz macht - entgegennehmen kann er hingegen kaum etwas. Und dann habe ich jedes Mal, wenn ich bei ihm bin, den Eindruck, dass er trotz seines philosophischen Studiums ein ziemlicher Flachdenker ist.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Was,&quot; wirft Paul ein, &quot;in aller Welt findest du an dem Kerl dann anziehend?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Das sind immer nur die Eindrücke, die ich habe, wenn ich &lt;i&gt;bei&lt;/i&gt; ihm bin. Sobald ich die Kanzlei verlassen habe, überdenke ich das ganze noch einmal, und dann relativiere ich die negativen Eindrücke meist. Aber dann ist es zu spät ihn zu fragen, ob er mal Zeit für ein Gespräch hätte. Dazu müsste ich zurück in seine Kanzlei, aber sobald er erneut vor mir steht, wird er mir gleich wieder unsympathisch!&quot;&lt;br /&gt;
Ich seufze.&lt;br /&gt;
&quot;Um also deine Frage zu beantworten, mein lieber Paul: An einem Mann reizt mich allem Anschein nach am meisten, wenn er nicht in Reichweite ist.&quot;</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Paul+%26+Co.&quot;&gt;Paul &amp; Co.&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-24T19:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://menschenleer.twoday.net/stories/4864640/">
    <title>Neid</title>
    <link>http://menschenleer.twoday.net/stories/4864640/</link>
    <description>Der letzte Gang unter Menschen hat sich eigentlich schon am Mittwoch zugetragen, also vor knapp einer Woche. Das wahnwitzige Wieder-studieren hinderte mich daran, früher darüber zu schreiben. Oder vielleicht musste auch erst der Ärger verrauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meinem realen Leben bin ich ... hm, sagen wir mal &lt;i&gt;in einem bestimmten Bereich tätig&lt;/i&gt;, und das zu allem Überfluss nicht ganz erfolglos. Die Tätigkeit beinhaltet den (bescheidenen) Gang an die Öffentlichkeit und richtet sich an ein Auditorium im weitesten Sinne, also ein Publikum, das den Inhalten, die ich so in die Welt streue, mehr oder minder interessiert, auf alle Fälle aber freiwillig folgt. Und da ich nicht die einzige bin, die diese Tätigkeit ausübt, habe ich in dem Bereich auch Fachkollegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und das ist der Punkt, wo die Misere beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar bin ich weit davon entfernt, ein Millionenpublikum um mich zu scharen, aber im Vergleich zu meinen lieben Kollegen, die jeder inklusive Schwiegermutter und sich selbst vielleicht ein gutes Dutzend Menschen mit ihrer Arbeit begeistern, habe ich ein paar Konsumenten mehr. &lt;br /&gt;
Ich wäre die letzte, die behauptete, dass das an meiner herausragenden Qualität läge. Vermutlich ist es die Summe aller Teile, das große Ganze, die Melange. Vielleicht deckt sich meine Art der Inhaltsvermittlung besser mit dem, was sich die Mehrheit erwartet. Ich hab keine Ahnung warum das so ist, und ich würde lügen, behauptete ich, dass es mir gegen den Strich gehe. Meinen lieben Berufskollegen ist es aber seit jeher ein Dorn im Auge, dass jemand wie ich, ein Quereinsteiger, der das Handwerk nichtmal richtig studiert oder gelernt hat, soviel mehr positives Feedback erhält als sie selbst. Und so wird halt an allen Ecken gestichelt, wo nur geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In regelmäßigen Abständen finden Treffen dieser Berufsgruppe statt, zu denen ich nur sehr selten erscheine, vornehmlich aus oben genanntem Grund. Sie sind zwar alle sehr freundlich und es fällt da kein wirklich böses Wort. Der Neid schwingt eher in Randbemerkungen durch, wie der beständigen Bewunderung, dass man &quot;mit sowas&quot; (i.e. meiner Arbeit) soviel Erfolg hat. Oder dass ich ja eigentlich nur den Mainstream bediene (i.e. die tumbe Masse, denn das intelligente Fachpublikum fühlt sich von mir eh nicht angesprochen). So und dergleichen, immer mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letzte Woche war ich nach längerer Zeit wieder bei so einem Zusammenkommen, es verlief wie immer. Freundlich, nett und neidisch, dass man meinte, sie hätten alle Hepatitis im Endstadium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich versteh&apos;s nicht. Ich persönlich freue mich für jemanden, wenn er ein bisschen Erfolg hat. Und wenn mir die Sache, die er macht, nicht gefällt, dann staune ich vielleicht, versuche aber zumindest, sie zu verstehen. &lt;br /&gt;
Das Problem ist wohl, dass ich mir da eine zuhöchst konservative Branche ausgesucht habe, in der es als Todsünde gilt, wenn man nur einen Millimeter vom vorgegebenen Weg abweicht. Man muss in ein Schema passen, sonst hat man keinen Wert. Oder so ähnlich. Ich finde das jedenfalls sehr deprimierend.</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Unter+Menschen&quot;&gt;Unter Menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-15T13:53:00Z</dc:date>
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    <title>Alpeninterview</title>
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    <description>Ich will dieses Blog jetzt nicht zum Nachrichtenecho verkommen lassen, aber soetwas kann man einfach nicht unkommentiert lassen. Man beachte den letzten Satz.
&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Ein französischer Feuerwehrmann hat zu seiner Überraschung fast 27 Millionen Euro auf seinem Bankkonto gefunden. Als er diese Woche online seinen Kontostand abgerufen habe, habe die Seite ihm die unglaubliche Summe von 26.989.840 Euro angezeigt, sagte Mathieu Pasquet aus La Plagne heute in den französischen Alpen.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;
Ich weiß jetzt nicht, ob La Plagne auch in den französischen Alpen liegt, aber wenn nicht, wäre das schon ein starkes Stück. Erst behandelt die Bank den ehrlichen Mann &lt;a href=&quot;http://orf.at/ticker/286034.html&quot; target=&quot;blank&quot;&gt;so fies&lt;/a&gt;, dann muss er zu einem Interview auch noch bergsteigen.</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Absonderliches&quot;&gt;Absonderliches&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-04-11T16:00:00Z</dc:date>
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    <title>Die Schatten der EM</title>
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    <description>Erinnert sich noch jemand an die Zeckenschutzimpfungsplakate in Wien (vielleicht auch Rest-Österreich)? Darauf sah man unter anderem 2 Kinder, die lachend über eine Wiese laufen, während sich von hinten, unentdeckt von den beiden, der gewaltige Schatten einer Zecke nähert. Dieser Schatten war in etwa zweimal so umfangreich wie der eines Elefanten, was wohl die Größe der Gefahr, die von Zeckenbissen ausgeht, symbolisieren sollte, einen Freund von mir aber zu dem lapidaren (und ironischen) Ausspruch veranlasste: &quot;Boah, ich hab&apos; gar nicht gewusst, dass die so groß werden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch immer, Österreich ist ein zeckenverseuchtes Gebiet, das ist mal eine Tatsache. Von welcher zum Beispiel die Spanier bis dato nichts gewusst haben dürften, was sich nun aber geändert hat, denn
&lt;blockquote&gt;&lt;i&gt;Die Zeitung &quot;El Mundo&quot; berichtete demnach von &quot;Killerzecken&quot;, die es in Österreich und der Schweiz nicht nur auf die Fans, sondern vor allem auf die Spieler und deren Betreuer abgesehen haben.&lt;/i&gt;&lt;/blockquote&gt;
Ich habe diese Biester bislang immer gehasst und verteufelt, muss nun aber erkennen, dass es sich wohl um eine hochintelligente Lebensform handelt. Immerhin erkennen sie die Fußballspieler und deren Betreuer! Woran sie sie vom herkömmlichen Volk unterscheiden (Dopinggeschmack des Blutes?), steht in dem teilzitierten &lt;a href=&quot;http://news.orf.at/080409-23805/&quot; target=&quot;blank&quot;&gt;ORF-Newsbeitrag&lt;/a&gt; leider nicht, aber in jedem Fall sind die Viecher gebildeter als ich.</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Absonderliches&quot;&gt;Absonderliches&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-04-10T09:36:00Z</dc:date>
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    <title>Schlumpfhausen</title>
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    <description>Momentan gibt es wirklich nichts zu berichten bzw. hab ich so viel zu tun und daneben dann keinen Kopf und keine Energie, irgendwas zu tippen. Umso mehr, als sich wirklich nichts tut. Ich bin durch meinen Studienneubeginn wieder mehr unter Menschen als die letzten Monate zuvor, und das hat mir wieder gezeigt, warum ich mich von der Welt tunlichst zurückziehe. Nicht, dass sie alle so schrecklich wären. Sie sind bloß alle belanglos. Schreckliche Menschen erwecken zumindest noch irgendeine emotionale Regung beim Gegenüber, belanglose Menschen hingegen könnten neben einem tot umfallen, und man würde den Unterschied kaum merken. Die meisten Leute, die in Wien rumlaufen, sind belanglos, so leid es mir tut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man sich nicht mit den Mitmenschen befassen will, richtet man daher seinen Blick oft auf andere Dinge, wie Werbeplakate. Und da sticht einem eine Plakatserie der Telekom Austria, Sponsor der kommenden Fußballdingsbla, ins Auge, die sich den perfiden Slogan &quot;Lass die Euro raus!&quot; ausgewählt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum einen ist dies eine wirklich bösartige Subbotschaft an alle Aon-Kunden, die genau diese Erfahrung alle 2 Monate bei Erhalt und Abbuchung ihrer Telekomrechnung machen. Die Aon kassiert wie wild ab, und sie weist auch noch zynisch darauf hin, dass man sich besser nicht wehren, sonder gleich die Euro rauslassen soll. Hilft ja eh nix.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen beweist eben diese Doppeldeutigkeit, in welch schlumpfartigen Blödsinnszustand sich Europa langsam aber stetig hineinsteigert. Man entsinne sich: Diese kleinen blauen Zwerge verfügen über einen sehr individuellen und gleichzeitig vereinheitlichenden Sprachgebrauch. Sie sehen alle gleich aus, und jedes zweite Wort besteht aus &quot;schlumpf&quot;, egal ob Substantiv, Verb oder Adjektiv. Wenn der Schlumpf den Schlumpf schlumpft, fühlt sich dieser mitunter schlumpfig.&lt;br /&gt;
Worauf ich hinaus will: Unsere Währung heißt Euro (wer sich da durchgesetzt hat, gehört im Nachhinein noch an den Zehen aufgehängt). Nunmehr heißt auch die Fußballeuropameisterschaft Euro. Wann wird das erste Euro-Verb eingeführt? Und was meint der Europäer dann, wenn er zum Euro viele Euros eurot?</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Absonderliches&quot;&gt;Absonderliches&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-04-08T12:38:00Z</dc:date>
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    <title>Baumfällen</title>
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    <description>Hatte ich doch unlängst erwähnt, einen zweiten Baum getroffen zu haben. Der hat sich nach näherem Hinsehen allerdings eher als Schlingpflanze erwiesen, weshalb ich schweren Herzens die gute alte Axt aus dem Schuppen holte und dem Klettergewächs den Garaus machte, ehe es mir die Luft abdrücken konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies beschreibt in etwas blümeranten Worten die Tatsache, dass ich den guten Mann abserviert habe... besser gesagt, abservieren musste, weil er leider an notorischer Eifersucht leidet, und das Vergnügen hatte ich bereits in einem früheren Leben, danke sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür habe ich mich letzten Montag doch tatsächlich wieder in die Wildnis begeben und mich mit einem anderen Menschen getroffen. Ein nettes Gespräch wurde daraus, allerdings liegen zwischen diesem und heute 3 Tage Menstruationskrämpfe, weswegen ich nicht wirklich gut gelaunt bin und ergo auch mit keinen saftigen Details aufwarten kann. Vielleicht bin ich auch ein wenig enttäuscht über den Irrtum bezüglich des Baummenschen (aber gut, man kann eben nicht alles auf einen Blick erkennen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie auch immer, übers Wochenende muss ich erstmal eine Menge Arbeit nachholen, die während der letzten 3 Tage liegen geblieben ist. An weitere Versuche der Resozialisierung ist vorläufig mal nicht gedacht, ich glaube fast, ich werde mich für ein paar Wochen verkapseln und versuchen, mit mir selbst ins Reine zu kommen.</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Unter+Menschen&quot;&gt;Unter Menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-28T17:17:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://menschenleer.twoday.net/stories/4798020/">
    <title>Traum 3</title>
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    <description>Mit beachtlicher Verspätung ist mir soeben wieder ein Traumdetail von heute Nacht eingefallen. Da dies nun schon der dritte Traum ist, den ich hier notiere, habe ich mir vorgenommen, daraus einen eigenen Menüpunkt zu machen und ergo die Tradition weiter zu verfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu heute Nacht (es ist wieder kurz, knapp und völlig sinnentleert, wer mir dazu also eine handfeste Analyse liefern kann, wird mein Freund):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich saß auf einer Art Tribüne. Es muss sich um einen Zuschauersaal in einem Amphitheater oder Stadion gehandelt haben, denn die Sitzreihen liefen sehr steil nach oben, so dass man dem Vordermann  auf den Scheitel schauen konnte. Vor mir saß der Schlagersänger Max Raabe, und als ich so auf seinen Oberkopf starrte, entdeckte ich dort einen kahlen Fleck. &lt;br /&gt;
Wer den Mann schon mal gesehen hat, wird wissen, dass er die Haare im Stil der 30er Jahre immer streng nach hinten gekämmt trägt und diese natürliche Tonsur somit wirklich nur sichtbar war, wenn man einen Blickwinkel einnahm, wie ich ihn im Traum hatte, also direkt von oben herab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber damit nicht genug. Inmitten des kahlen Fleckes prangte überdies eine dicke Warze, also eins von jenen fleischigen, dreidimensionalen Muttermalen, die manche Leute auch im Gesicht mit sich rumtragen. Und während ich so auf die ersten Anzeichen der Männerglatze herabblickte, dachte ich still bei mir: &quot;Na, lange wird er den bubenhaften Dandy nicht mehr spielen können.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war&apos;s auch schon. Eindrücklich war mir bei diesem Traum das Gefühl der Vergänglichkeit. Interessant, dass ich dies anhand des langsamen Verfalls einer anderen, nicht meiner eigenen Person feststellte, aber das war vermutlich eine Schutzmaßnahme meines Unterbewusstseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mutige Interpretationen bin ich dankbar!</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-19T13:32:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://menschenleer.twoday.net/stories/4797459/">
    <title>Ein Test</title>
    <link>http://menschenleer.twoday.net/stories/4797459/</link>
    <description>Eine meiner größten Schwächen überhaupt sind Tests. Ich liebe Tests, kann kaum einem widerstehen. Allerdings muss der Test schon einigermaßen seriöse Ergebnisse ausspucken, wie beispielsweise &lt;a href=&quot;http://www.philognosie.net/index.php/tests/testsview/31/&quot;&gt;dieser hier&lt;/a&gt;, welchen &lt;a href=&quot;http://twoblogs.twoday.net/stories/4780458/&quot;&gt;Frau twoblogs&lt;/a&gt; verlinkte.

&lt;blockquote&gt;&lt;b&gt;Mein Ergebnis: INFP (Nachdenklicher Idealist)&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inneres: ..NF..: intuitive Wahrnehmung und gefühlsmäßiges Entscheiden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach außen: I....P: introvertiert, anpassungsfähig&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie vermitteln in ihren Beziehungen persönliche Wärme, auch wenn Sie die oft erst zeigen, wenn Sie einen Menschen sehr gut kennen. Immer wenn Sie von einer Sache ganz überzeugt sind, erfüllen Sie die damit verbundenen Aufgaben äußerst zuverlässig. Wenn Sie sich einer Aufgabe verschrieben haben, neigen Sie zum Perfektionismus. Deshalb liegen Ihnen solche Aufgaben, die persönliches Engagement und Anpassungsfähigkeit verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen alles aus einer persönlichen Sicht, denn Maßstab sind für Sie Ihre eigenen Ideale. An Ihren Überzeugungen halten Sie leidenschaftlich fest und lassen sich nur durch Menschen, denen Sie sehr nahe sind beeinflussen. Obwohl Ihre inneren Normen und Ideale für Sie so grundsätzlich sind, finden Sie es schwierig, darüber zu reden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits greifen Sie immer wieder neue Ideen auf, verstehen komplizierte Zusammenhänge und brauchen langfristige Ziele. Sie interessieren sich für Bücher und Sprachen und wenn Sie endlich Ihr ureigenstes Thema gefunden haben, können Sie genial und überzeugend sein. Dabei werden Sie nicht laut, sondern tiefgründig und ruhig. Beratung, Unterrichtung, Literatur, Philosophie, Psychologie und Künste liegen Ihnen am meisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Ihre inneren Empfindungen sprechen Sie nur selten und schützen Ihre Verletzlichkeit mit reservierter Zurückhaltung. Sie haben keine Ambitionen, jemanden zu beeindrucken oder Macht auszuüben und schätzen Menschen, die sich die Zeit nehmen, Ihre Vorstellungen und Ziele zu verstehen. Sie sind bescheiden und neigen dazu, sich selbst zu unterschätzen. Wenn Sie Ihre Ideale nicht umsetzen können, werden Sie leicht übersensibel und verletzlich. Sie verlieren dann Ihren Lebensmut und Ihr Selbstvertrauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es Ihnen nicht mehr reichen sollte, als tiefgründiger Denker in Ruhe gelassen zu werden, dann bemühen Sie sich darum, Ihr analytisches Denken weiterzuentwickeln. Das wird es Ihnen leichter machen zu erkennen, welche Weisheit in dem bekannten Spruch verborgen ist, nach dem der Teufel im (praktischen) Detail steckt.&lt;/blockquote&gt;

Sofern sich Frau twoblogs dieses Ergebnis durchliest, wird es ihr vermutlich sehr bekannt vorkommen. ;-)</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Gedanken&quot;&gt;Gedanken&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 menschenleer</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-19T10:22:00Z</dc:date>
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    <title>Die Iden des März</title>
    <link>http://menschenleer.twoday.net/stories/4795132/</link>
    <description>Nein, die sind nicht heute, sondern (jährlich) vom 13.-15.3. Und am 15. März des Jahres 44 v.Chr. wurde (bekanntlich oder auch nicht) Julius Caesar ermordet, der zuvor (so will es die Erzählung) vor eben jenen Iden des März gewarnt worden sei, sich dies missachtend aber dennoch zum römischen Senat begab. Wo ihn dann ziemlich viele Messer begrüßten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am selben Tag genau 2052 Jahre nach diesem historischen Ereignis, ging ich knapp 1200 km nordöstlich von Rom, im österreichischen Weinviertel, mit einem Mann spazieren, den ich übers Internet kennen gelernt hatte. Und siehe da: Ein zweiter Baum im Wald. Das ist neu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer jetzt aber erwartet, dass ich mich in romantischen Gesängen erginge, muss leider enttäuscht werden. Ich finde es zwar höchst bemerkenswert, dass tatsächlich ein weiterer einsamer Baum im Wald steht, ich finde es sogar sehr bewegend - aber mehr auch nicht. Was auch nicht bedeutet, dass ich mich mit dem Baum nicht mehr treffen werde. Doch stellt sich heraus, dass die Einsamkeit im Gewühl noch nicht wirklich ausreichend Gesprächsstoff liefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Gott, was wird Paul mir jetzt wieder für eine Moralpredigt bezüglich meiner überzogenen Ansprüche halten!</description>
    <dc:creator>menschenleer</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Unter+Menschen&quot;&gt;Unter Menschen&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2008-03-18T12:20:00Z</dc:date>
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    <title>Schon wieder ein Traum</title>
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    <description>Ich hatte wieder einen. Keine Ahnung, wovon der in seiner Gesamtheit handelte, diesmal erinnere ich mich wirklich nur noch an eine kurze Sequenz daraus - allerdings befremdet mich diese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sequenz stammt aus Kafkas Erzählung &quot;In der Strafkolonie&quot;, und zwar just jene Szene, in welcher sich der ehemalige Gefangenenwärter selbst auf die Foltermaschine legt, um dem Besucher(?) deren Funktion zu demonstrieren.&lt;br /&gt;
Man vergebe mir falsche Bezeichnungen, ich habe die Erzählung zum letzten Mal gelesen, als die Mauer in Berlin noch stand, sprich, zu Schulzeiten. Ich weiß nicht mehr genau, warum dieser Besucher die Strafkolonie inspiziert und ob diese nun aufgelassen wird oder nicht (andererseits, wir sprechen hier von Kafka, es ist gut möglich, dass diese Information überhaupt nicht gegeben wird), bin jetzt aber zu träge, um das Buch rauszusuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eins nur vorweg: Es ist eine überaus erschütternde Erzählung. Es geht um eine Foltermaschine, welche über eine komplizierte, mechanisch gesteuerte Anreihung von Nadeln und Klingen eine Art Grafitti in die nackte Rückenhaut ihres eingespannten Opfers ritzt. Um den Gefolterten am Schreien zu hindern, gibt es auch eine Art Knebel, mir scheint es ist ein Filzpropfen. Dieser wird dem zu Folternden vollautomatisch in den Mund geschoben, und weil das, was danach folgt, an die Grenzen des Erträglichen geht, ist dieser Pfropfen auch getränkt mit Speichel, Blut und Erbrochenem der Vorgänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Szene, welche in der Erzählung beschrieben wird, zeigt wie erwähnt den ehemaligen Wärter, der die Stilllegung seiner geliebten Foltermaschine überaus bedauert. Und so gönnt er ihr eine letzte Ehrenrunde, indem er sich selbst auf den Stuhl schnallt und das Gerät in Betrieb setzt. Es folgt der Knebel, vor dem den Wärter zunächst ekelt, aber dann &quot;nimmt er ihn an&quot;. Diese Szene, genau diese, und dieses demütige &quot;Annehmen&quot; des vollgekotzten Filzes - genau das habe ich geträumt. In Technicolor. Und es war im Traum genauso erschütternd, wie in der Erzählung. Und ich erinnere mich, dass mich damals, zu Schulzeiten, genau dieser Pfropfen am allermeisten erschüttert hat. Viel mehr noch, als die darauf folgende Folter des Mannes, die Fehlfunktion der Maschine und der grausame Tod, den er letztlich stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte dieses Erlebnis nur mal geteilt haben. Falls mir jemand erklären kann, was sich tiefenpsychologisch hinter dem Traum verbergen mag, sei er herzlich dazu eingeladen. &lt;br /&gt;
Des weiteren empfehle ich wirklich jedem sich die Erzählung zu Gemüte zu führen. Kafka ist sowieso immer empfehlenswert. Die gesammelten &quot;Erzählungen&quot; sind als Fischer TB erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und morgen gehe ich aus, das ist definitiv!</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://menschenleer.twoday.net/topics/Tr%C3%A4ume&quot;&gt;Träume&lt;/a&gt;</dc:subject>
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