Traum 3

Mit beachtlicher Verspätung ist mir soeben wieder ein Traumdetail von heute Nacht eingefallen. Da dies nun schon der dritte Traum ist, den ich hier notiere, habe ich mir vorgenommen, daraus einen eigenen Menüpunkt zu machen und ergo die Tradition weiter zu verfolgen.

Zu heute Nacht (es ist wieder kurz, knapp und völlig sinnentleert, wer mir dazu also eine handfeste Analyse liefern kann, wird mein Freund):

Ich saß auf einer Art Tribüne. Es muss sich um einen Zuschauersaal in einem Amphitheater oder Stadion gehandelt haben, denn die Sitzreihen liefen sehr steil nach oben, so dass man dem Vordermann auf den Scheitel schauen konnte. Vor mir saß der Schlagersänger Max Raabe, und als ich so auf seinen Oberkopf starrte, entdeckte ich dort einen kahlen Fleck.
Wer den Mann schon mal gesehen hat, wird wissen, dass er die Haare im Stil der 30er Jahre immer streng nach hinten gekämmt trägt und diese natürliche Tonsur somit wirklich nur sichtbar war, wenn man einen Blickwinkel einnahm, wie ich ihn im Traum hatte, also direkt von oben herab.

Aber damit nicht genug. Inmitten des kahlen Fleckes prangte überdies eine dicke Warze, also eins von jenen fleischigen, dreidimensionalen Muttermalen, die manche Leute auch im Gesicht mit sich rumtragen. Und während ich so auf die ersten Anzeichen der Männerglatze herabblickte, dachte ich still bei mir: "Na, lange wird er den bubenhaften Dandy nicht mehr spielen können."

Das war's auch schon. Eindrücklich war mir bei diesem Traum das Gefühl der Vergänglichkeit. Interessant, dass ich dies anhand des langsamen Verfalls einer anderen, nicht meiner eigenen Person feststellte, aber das war vermutlich eine Schutzmaßnahme meines Unterbewusstseins.

Für mutige Interpretationen bin ich dankbar!

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Menschenleer

ein Baum allein im Wald...

Worum es geht

Dokumentierter Versuch, mich als Misanthrop zu resozialisieren und in meiner direkten Umgebung Menschen kennenzulernen, die mich nicht nach fünf Minuten langweilen. Ach ja, Zyniker bin ich auch noch, und da ich in Wien lebe, ist mein Projekt ohnehin zum Scheitern verurteilt.
Ich bin übrigens weiblich, verzichte aber aus Bequemlichkeit auf die feminine Form. Hier geht's zur Selbstdarstellung.

Erreichbar unter

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