Schlumpfhausen
Momentan gibt es wirklich nichts zu berichten bzw. hab ich so viel zu tun und daneben dann keinen Kopf und keine Energie, irgendwas zu tippen. Umso mehr, als sich wirklich nichts tut. Ich bin durch meinen Studienneubeginn wieder mehr unter Menschen als die letzten Monate zuvor, und das hat mir wieder gezeigt, warum ich mich von der Welt tunlichst zurückziehe. Nicht, dass sie alle so schrecklich wären. Sie sind bloß alle belanglos. Schreckliche Menschen erwecken zumindest noch irgendeine emotionale Regung beim Gegenüber, belanglose Menschen hingegen könnten neben einem tot umfallen, und man würde den Unterschied kaum merken. Die meisten Leute, die in Wien rumlaufen, sind belanglos, so leid es mir tut.
Wenn man sich nicht mit den Mitmenschen befassen will, richtet man daher seinen Blick oft auf andere Dinge, wie Werbeplakate. Und da sticht einem eine Plakatserie der Telekom Austria, Sponsor der kommenden Fußballdingsbla, ins Auge, die sich den perfiden Slogan "Lass die Euro raus!" ausgewählt hat.
Zum einen ist dies eine wirklich bösartige Subbotschaft an alle Aon-Kunden, die genau diese Erfahrung alle 2 Monate bei Erhalt und Abbuchung ihrer Telekomrechnung machen. Die Aon kassiert wie wild ab, und sie weist auch noch zynisch darauf hin, dass man sich besser nicht wehren, sonder gleich die Euro rauslassen soll. Hilft ja eh nix.
Zum anderen beweist eben diese Doppeldeutigkeit, in welch schlumpfartigen Blödsinnszustand sich Europa langsam aber stetig hineinsteigert. Man entsinne sich: Diese kleinen blauen Zwerge verfügen über einen sehr individuellen und gleichzeitig vereinheitlichenden Sprachgebrauch. Sie sehen alle gleich aus, und jedes zweite Wort besteht aus "schlumpf", egal ob Substantiv, Verb oder Adjektiv. Wenn der Schlumpf den Schlumpf schlumpft, fühlt sich dieser mitunter schlumpfig.
Worauf ich hinaus will: Unsere Währung heißt Euro (wer sich da durchgesetzt hat, gehört im Nachhinein noch an den Zehen aufgehängt). Nunmehr heißt auch die Fußballeuropameisterschaft Euro. Wann wird das erste Euro-Verb eingeführt? Und was meint der Europäer dann, wenn er zum Euro viele Euros eurot?
Wenn man sich nicht mit den Mitmenschen befassen will, richtet man daher seinen Blick oft auf andere Dinge, wie Werbeplakate. Und da sticht einem eine Plakatserie der Telekom Austria, Sponsor der kommenden Fußballdingsbla, ins Auge, die sich den perfiden Slogan "Lass die Euro raus!" ausgewählt hat.
Zum einen ist dies eine wirklich bösartige Subbotschaft an alle Aon-Kunden, die genau diese Erfahrung alle 2 Monate bei Erhalt und Abbuchung ihrer Telekomrechnung machen. Die Aon kassiert wie wild ab, und sie weist auch noch zynisch darauf hin, dass man sich besser nicht wehren, sonder gleich die Euro rauslassen soll. Hilft ja eh nix.
Zum anderen beweist eben diese Doppeldeutigkeit, in welch schlumpfartigen Blödsinnszustand sich Europa langsam aber stetig hineinsteigert. Man entsinne sich: Diese kleinen blauen Zwerge verfügen über einen sehr individuellen und gleichzeitig vereinheitlichenden Sprachgebrauch. Sie sehen alle gleich aus, und jedes zweite Wort besteht aus "schlumpf", egal ob Substantiv, Verb oder Adjektiv. Wenn der Schlumpf den Schlumpf schlumpft, fühlt sich dieser mitunter schlumpfig.
Worauf ich hinaus will: Unsere Währung heißt Euro (wer sich da durchgesetzt hat, gehört im Nachhinein noch an den Zehen aufgehängt). Nunmehr heißt auch die Fußballeuropameisterschaft Euro. Wann wird das erste Euro-Verb eingeführt? Und was meint der Europäer dann, wenn er zum Euro viele Euros eurot?
menschenleer - 8. Apr, 14:38
5 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
twoblogs - 9. Apr, 11:35
Jetzt weiss, warum ich noch nicht gefahren bin - jedenfalls nicht nach W.! Gruessli Audri
PS: Das erste, was ich mitgehoert habe, war: "Lass die Sau raus!" Das kann sich doch nur an die Fans richten! Oder glauben Sie, dass da noch etwas anderes - eine andere Zielgruppe - mitschwingt?
PS: Das erste, was ich mitgehoert habe, war: "Lass die Sau raus!" Das kann sich doch nur an die Fans richten! Oder glauben Sie, dass da noch etwas anderes - eine andere Zielgruppe - mitschwingt?
menschenleer - 9. Apr, 15:21
Angesichts besagter Fußballdingsbla kann ich Ihnen wirklich nur raten, mit Ihrem Wienbesuch zu warten, bis die ganze Misere erledigt ist. Obwohl, in Deutschland war es zur WM vermutlich nicht besser. Dennoch werde ich mich für all die biertrinkenden Fußballproleten schämen müssen, die gröhlend durch die Stadt ziehen und Touristen anrülpsen. Widerlich.
"Lass die Sau raus!"... hm. Wenn wir noch unsere ehemalige Regierung mitsamt der Bildungsministerin Gehrer hätten, die ja massiv dafür eintrat, dass die Jugendlichen doch bitte weniger Partys feiern und stattdessen Kinder zeugen mögen, hätte ich annehmen dürfen, das sei einer ihrer Slogans. Ein wenig flapsig formuliert, auf dass die Zielgruppe sich auch angesprochen fühle.
Bar jedes Zynismus muss ich aber wohl davon ausgehen, dass man das Wörtchen "Sau" angesichts der zu erwartenden marodierenden Hooligans gegen das schlumpfige "Euro" eingetauscht hat. Das eurot uns doch!
"Lass die Sau raus!"... hm. Wenn wir noch unsere ehemalige Regierung mitsamt der Bildungsministerin Gehrer hätten, die ja massiv dafür eintrat, dass die Jugendlichen doch bitte weniger Partys feiern und stattdessen Kinder zeugen mögen, hätte ich annehmen dürfen, das sei einer ihrer Slogans. Ein wenig flapsig formuliert, auf dass die Zielgruppe sich auch angesprochen fühle.
Bar jedes Zynismus muss ich aber wohl davon ausgehen, dass man das Wörtchen "Sau" angesichts der zu erwartenden marodierenden Hooligans gegen das schlumpfige "Euro" eingetauscht hat. Das eurot uns doch!
little.sista - 9. Apr, 21:35
Ich denk mir immer wieder: Schade dass sich unser Umzug nicht schon vor dem Dreck ... ähm ... ich meine, vor der EM ausgeht. Naja, man kann im Leben nicht alles haben ;-)
Und ich muß dir zustimmen, in Wien gibt es sehr viele total uninteressante, belanglose Menschen. Ich freu mich, wenn wir weg sind! Ach übrigens, jetzt kennst du doch wenigstens eine ganz nette Wienerin *augen-klimper*
Und ich muß dir zustimmen, in Wien gibt es sehr viele total uninteressante, belanglose Menschen. Ich freu mich, wenn wir weg sind! Ach übrigens, jetzt kennst du doch wenigstens eine ganz nette Wienerin *augen-klimper*
menschenleer - 10. Apr, 11:36
Hm. Naja, so wie das klingt, bist du ja bald keine Wienerin mehr. Oder Exil-Wienerin stattdessen. Schade.
little.sista - 10. Apr, 12:43
Ach, wir ziehen ja nicht so weit weg, ca. 10 Minuten Autofahrt und ich bin schon wieder in Wien. Nördliches Wien. Gilt gerade noch ;-)

Trackback URL:
http://menschenleer.twoday.net/stories/4847396/modTrackback